Essenszeiten in Frankreich

Mittags öffnen bzw. servieren die meisten Restaurants zwischen 12 und 14 Uhr. Abends isst man hier im Südwesten etwas später als in Deutschland, etwa um 20 Uhr – das heißt in der Praxis, dass im Sommer die meisten Restaurants erst gegen 19 Uhr 30 öffnen. Um 18 Uhr fällt es also schwer, irgendwo „richtig“ zu essen.

RestaurantGerade hier stecken die Restaurants in einer Zwickmühle: Die deutschen Gäste würden oft gerne um 18 Uhr essen, die Spanier aber frühestens ab 21 Uhr. Allein schon vom Personal her kann es sich kaum jemand leisten, von 18 bis 22 Uhr warme Küche anzubieten – noch dazu dürfen sie ja wegen der komplizierten Alkohollizenzen meist keinen Alkohol ohne Essen ausschenken – und die französische Kundschaft nutzt ein solches „unzeitgemäßes“ Angebot auch nicht.

Für zwischendurch gibt es Fastfood und mehr oder weniger leckere Sandwichs in den diversen Bistrots und Bars. „Le ssandwietsch“ ist dem Franzosen heilig – sogar eine große amerikanische Burgerbraterei bietet inzwischen in Frankreich belegte Baguettes an.

Französische Restaurants sind fast immer außerhalb der Essenszeiten geschlossen, da sie wegen der restriktiven Ausschanklizenzen alkoholische Getränke nur servieren dürfen, wenn gleichzeitig etwas „Richtiges“ gegessen wird. Will ein Restaurantbesitzer Bier oder Wein ohne eine Mahlzeit dazu verkaufen, braucht er mindestens eine Ausschanklizenz 2 – und nicht nur die Gastronomie-Lizenz 1 oder 2.

Schreibe einen Kommentar


Bitte löse die kleine Rechenaufgabe, damit die Software erkennt, dass Du ein Mensch bist und keine Maschine: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.