Öffentliche Toiletten

einsame ToiletteEs gibt einige Dinge, die in Frankreich angenehmer sind als in Deutschland, aber leider gehören die öffentlichen Toiletten gerade im Süden meistens nicht dazu – egal ob in Bistros, manchen Restaurants und sogar auf einigen Autobahnraststätten.

Eine Toilette für (viele) Männlein und Weiblein ist in der Gastronomie keine Seltenheit, obwohl seit vielen Jahren schon die Auflage besteht, mindestens zwei getrennte Toiletten zu bauen – allerdings erst ab 50 Plätzen. Oft sind die Toiletten außerdem so dunkel gestrichen oder gekachelt, dass man sich fragt, was man hier unter einer trüben Funzel besser nicht sehen soll.

Neue Autobahnraststätten bauen Toiletten oft gleich ganz ohne Klobrillen, wie auf dem rechten Bild an der A86 – hm, na ja.
In den Hotels und deren Restaurants und Bars sind die Örtlichkeiten aber meistens in Ordnung. An der Autobahn findet man auch auf Parkplätzen ohne Raststätte großzügige Toilettenhäuschen – allerdings öfters mit Hocktoiletten, die hygienischer sind als manch gewohnte Sitzgelegenheit. Wobei ja Kühlschränke, Computertastaturen und Fernbedienungen üblicherweise stärker mit Keimen belastet sind als Klobrillen. Und da sich immer noch ein großer Teil der Leute nach dem Toilettengang die Hände nicht wäscht, tummeln sich auf der Türklinke sicher besonders viele Bakterien (das gilt nicht nur für Frankreich 🙄 ).

Kleiner Tipp: Wer ein Lokal oder Bistro nur aufsucht, um die Toiletten zu benutzen, macht sich (zu Recht) unbeliebt. Immerhin kümmert der Besitzer sich ums Putzen, bezahlt Papier, Seife und Wasser. Höflichkeit und Fairness verlangen, dass man zumindest eine Kleinigkeit trinkt, z. B. einen „Café“.

Irgendwie ist der geringe Anspruch an die Qualität der öffentlichen Toiletten nicht so erstaunlich: Ich war mal in einer (allgemein hygienisch fragwürdigen) Hotelfachschule und dort waren auf der Schülertoilette keine Klobrillen und das Klopapier hing in einer riesigen Rolle in einem riesigen Spender… im Vorraum der Toiletten. Die Schüler müssen also schon vorher wissen, was genau sie brauchen, ansonsten wird es problematisch.

Man kann aber in den letzten Jahren auf jeden Fall einen Trend zum Besseren erkennen. Und in Hotels und guten Restaurants gibt es nur sehr selten etwas zu klagen. Übrigens: In Frankreich geht man auf „die Toiletten“ – weshalb es folgenden französischen Witz gibt: Warum geht man in Frankreich auf die Toiletten? Damit man eine saubere findet.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo.

    Ein toller Beitrag. Allerdings finde ich öffentliche Toiletten (zumindest an Autobahnen) überall nicht sonderlich hygienisch. Nicht nur in Frankreich. In Restaurants ist es oft was anderes. Da sind sie in der Regel gut gepflegt und da ist es nicht ganz so schlimm. Aber nichts desto trotz gilt für mich: Zuhause ist es doch am Schönsten. 😉

    • Volle Zustimmung: Zuhause ist es am Besten. Und davon ist auch die sauberste Autobahntoilette Lichtjahre entfernt. 😉

Schreibe einen Kommentar


Bitte löse die kleine Rechenaufgabe, damit die Software erkennt, dass Du ein Mensch bist und keine Maschine: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.