Trinkgeld in Frankreich

Viele Berufsgruppen im Dienstleistungsgewerbe bestreiten einen nicht geringen Teil ihres Einkommens über das Trinkgeld – ob Kellner/innen, Taxifahrer/innen oder Servicepersonal im Hotel und anderswo. Je nach Zufriedenheit, Arbeitsaufwand und Rechnungsbetrag lässt man dann 3 bis 10 Prozent Trinkgeld. Wenn ich überhaupt nicht zufrieden war mit einer Dienstleistung lasse ich auch mal gar nichts. Meistens sind aber besonders hier die Leute so freundlich und hilfsbereit, dass das selten vorkommt. Nicht vergessen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Eigentlich ist das mit dem Trinkgeld geben in Restaurants oder Bistros ähnlich wie in Deutschland. Aber einen großen Unterschied gibt es doch: Wenn man bar bezahlt, bekommt man das ganze Restgeld heraus und lässt dann nach seinem Gusto ein Trinkgeld auf dem Tisch zurück. Selbst wenn man Französisch kann, ist es zwecklos, beim Bezahlen eine aufgerundete Summe zu nennen – man erntet eher verständnislose Blicke. Wenn man mit Kreditkarte zahlt, ergibt sich dieses Problem ja sowieso nicht.

So, wie man in französischen Restaurants grundsätzlich gemeinsam isst – und nicht jeder Einzelne seinen Teller erhält, wenn sein Essen zubereitet ist – zahlt man auch gemeinsam. Man kann ja vorher oder hinterher auseinanderklamüsern, was jeder Einzelne in bar dazugeben oder dem Zahler erstatten muss.

In der Hauptsaison vom Mitte Juli bis Ende August muss man öfters mit leicht gestresstem Personal rechnen, das vor allem an den Wochenenden kaum Zeit für einen kleinen Plausch hat.
Appetithäppchen

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