Im Restaurant

Wie schön ist es, sich im Urlaub auch kulinarisch verwöhnen zu lassen und die Gastronomie des Urlaubsziels kennenzulernen! Ein paar wenige Sachen mögen deutschen Kunden fremd sein – zum Beispiel, dass man nur um die Mittagszeit und abends frühestens ab 19 Uhr seinen Hunger stillen kann. Beim Betreten eines Restaurants sucht man sich nicht einfach so einen Tisch aus und setzt sich. Oh nein – man wartet, bis man von Kellnerin oder Kellner gefragt wird, für wie viele Personen man einen Tisch braucht und bekommt dann entweder mehrere Tische zur Auswahl gezeigt oder einen ganz bestimmten Tisch – oder gar keinen, wenn alle reserviert sind. Man wird auch nie mit anderen Gästen an einen Tisch gesetzt – das gibt es eigentlich nur bei den „Tables d’Hôte“, das heißt, am Gästetisch bei Gästezimmern oder auf manchen Bauernhöfen.

In Frankreich ist es ganz und gar unüblich, nach einzelnen Posten getrennt zu bezahlen und die Rechnerei dem Kellner zu überlassen. Im Zweifelsfall zahlt einer für alle und man rechnet das hinterher untereinander aus und ab. Oder man teilt einfach durch zwei oder drei. Trotzdem freut sich das bedienende Personal natürlich über ein Trinkgeld – sofern man mit dem Service zufrieden war. Auch in Frankreich liegen in der Gastronomie im Allgemeinen die Gehälter auf sehr niedrigem Niveau – obwohl die Arbeitszeiten lang sind und der Job ganz besonders im Sommer sehr anstrengt.

Im Restaurant
Ein unendliches Diskussionsfeld ist die Qualität. Wie in Deutschland auch gibt es gute und schlechte Lokale. Wie kann man es vermeiden, total auf die Nase zu fallen? Ein relativ sicheres Zeichen für gutes Essen sind viele Autos von Einheimischen auf dem Parkplatz. Oder Mittags viele Handwerkerautos und auch LKW. Eine endlose Speisekarte ist – auch in Deutschland – immer ein schlechtes Zeichen. Der äußere Eindruck kann gewaltig täuschen – leider darf man darauf gar nichts geben. „Innere Werte“ wie die Sauberkeit der Toiletten lassen da schon genauere Schlüsse zu – jedenfalls was die Sauberkeit des gesamten Etablissements betrifft. Wobei leider oft Toiletten mit deutschen Standards nicht zu vergleichen sind. So gibt es nur höchst selten getrennte Toiletten für Männlein und Weiblein.

In unbekannten Gegenden ist für uns ein Gastronomieführer oft die Rettung, denn wer will schon unzufrieden aus einem Restaurant herauskommen. Unser Liebling war früher der Bottin Gourmand, der aber nicht mehr existiert, oder auch der bekannte Guide du Routard. Die sind aber beide auf Französisch. Bei Michelin findet man etwas auf Deutsch für unsere Gegend. Demnächst mehr dazu.

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