Modern Express in Seenot

Seit sechs Tagen treibt ein Frachtschiff, die „Modern Express“ mit schwerer Schlagseite im Atlantik, zuerst über 200 km vor La Rochelle und inzwischen nur noch gute 100 km vor dem Becken von Arcachon. Die französische Marine und eine niederländische Bergungsfirma versuchen, das Schiff in einen sicheren Hafen zu schleppen, bevor es mit 300 Tonnen Schweröltreibstoff sinkt oder an Land getrieben wird. Es treibt währenddessen mit 4 bis 5 km/h in Richtung Südosten. Ein Versuch, es an eine erste leichte Leine zu nehmen, scheiterte an den schlechten Wetterbedingungen, die Leine riss.

Zum Glück scheint es kein Leck zu geben, da der Frachter seit drei Tagen die Schräglage von 40 bis 40 Grad nicht verändert hat. Die „Modern Express“ ist ein 164 Meter langes Ro-Ro-Schiff , beladen mit 3600 Tonnen Holz und außerdem Baumaschinen. Man vermutet, dass diese Ladung im Sturm verrutscht ist und deshalb das Schiff in Schieflage geriet. Die schwere Ladung liegt auf einer Seite des Schiffs und daher ist es unmöglich, es wieder aufzurichten – noch dazu im stürmischen Atlantik. Falls das Abschleppen trotz aller Bemühungen also nicht klappen sollte, könnte das Schiff nach ersten Berechnungen der Präfektur Anfang nächster Woche zwischen der Silberküste und der baskischen Küste an Land getrieben werden, wo alle nötigen Leute und Geräte zur Gefahrenabwehr bereit stünden.

Bericht mit Bildern in der Tageszeitung Sud Ouest

Hier geht es weiter: Modern Express Teil 2

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Ja, das kam ja ziemlich schnell hintereinander! Wenn in einer so schmalen Fahrrinne wie der Elbe das Ruder streikt, kann das nur in die Hosen gehen. Da hatten wir hier etwas mehr Glück, weil ja doch viel Platz außen herum war. Ich drücke euch da oben die Daumen, dass der Pott schnell wieder frei kommt.

      Wobei ich gestehen muss, wenn so ein Riesenpott ganz in der Nähe stranden würde und man niemanden behindert, würde ich mir das auch ansehen – zumindest hier, wo man außer ein paar Fischerbooten keine größeren Schiffe aus der Nähe zu sehen bekommt. Schrecklich finde ich Gaffer, die bei Unfällen in Erwartung blutrünstiger Bilder glotzen und alle Welt behindern. Bei Autounfällen würde ich am liebsten die Augen zumachen und im Blindflug vorbeifahren.

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