Fêtes de Bayonne

Gestern Abend ging das alljährliche, mehrere Tage dauernde Stadtfest von Bayonne zu Ende. Vier Tage und fünf Nächte wird getanzt, gesungen, es gibt Aufführungen, Animationen, Umzüge, Konzerte, Kuhrennen, Pelotaspiele und hunderttausende Besucher verwandeln die Stadt in einen turbulenten Festplatz.  Die Mitfeiernden werden hier „festayres“ genannt und alle tragen weiß/rote Kleidung: Weiße Hose, weißes Hemd, rotes Halstuch, rote „cinta“, eine Art Bauchbinde. Das soll die Gleichheit der Teilnehmer betonen, egal, ob arm oder reich und wird auch bei den anderen sommerlichen Stadtfesten im Baskenland und in den Landes getragen. 

Seit dem 13. Juli 1932 findet diese Mischung aus Stadtfest und Karneval statt (im Südwesten nimmt man es nicht so genau wie in Deutschland mit den Karnevalszeiten), nur unterbrochen von den Jahren des Zweiten Weltkriegs. Bei Eröffnung und Abschluss und immer wieder zwischendrin ertönt das mitreißende Fetenlied vom griechisch-baskischen Wein. Bei einem Umzug werden die „Riesen“ vom Hof des Königs Léon herumgetragen. Léon Dacharry, Verkäufer in einem Geschäft für Regenmäntel, war 1949 der erste König des Stadtfestes und „sein“ Lied „Debout Léon“ ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt:

Ein junger baskischer Unternehmer, Jonathan Roy, hat 2016 einen kleinen Film mit einer 360°-Kamera gedreht. Mit der Maus kann man sich darin bewegen und eintauchen mitten unter die Feiernden und auch in den Umzug der „Riesen“:

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