Gedenkstätte Gurs

Das Camp de Gurs am Rand der Pyrenäen war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg das größte französische Internierungslager und wurde zunächst für politische Flüchtlinge und Spanienkämpfer genutzt.

1940 wurden 7.500 deutsche Juden aus Baden und der Saarpfalz unter erschreckenden Bedingungen in Gurs interniert. Sie mussten in überfüllten Baracken hausen und sogar auf den Fußböden schlafen. Hunger und Kälte verschärften die Lebensbedingungen in dieser sumpfigen Gegend. Allein im Winter 1940/41 starben hier 800 Gefangene.
Schienen symbolisieren heute die letzte Reise zu den Todeslagern, wohin viele der Internierten gebracht wurden.

Text von einem Häftlingsaquarell (siehe unten):
„Dem Lagerarzt konnt es gelingen
die Rassenfragen zu bezwingen,
ob Jud ob Christ, es ist dasselbe,
in 14 Tag sind’s lauter Gelbe.“

Am 31. Dezember 1945 wurde das Lager endgültig geschlossen. Die benutzbaren Baracken wurden versteigert, ein Wald wurde angepflanzt. Lange Zeit wollte man nicht so sehr über die Kollaboration nachdenken.

…knapp 64 Jahre nach Kriegsende, erhalten die Inhaftierten von Gurs doch noch ihre Stimme. Dies verdanken sie der Berner Rotkreuz-Krankenschwester Elsbeth Kasser, die in Gurs humanitäre Hilfe leistete.1940 machte sie sich auf eigene Faust dorthin auf den Weg und bestand darauf – zum Erstaunen der Wärter –, selbst im Lager zu wohnen…

http://www.bernerzeitung.ch/kultur/kunst/Das-Leiden-auf-dem-Papier/story/10156732

http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_de_Gurs

http://www.deathcamps.org/reinhard/drancy_de.html

KML-LogoFullscreen-LogoQR-code-logoGeoJSON-LogoGeoRSS-LogoWikitude-Logo
Gurs

Karte wird geladen - bitte warten...

Gurs 43.274081, -0.740032 Die Gedenkstätte des Camp de Gurs – dort befand sich von 1939 bis 1944 ein fürchterliches Lager für Überlebende der republikanischen spanischen Armee, Freiwillige der Internationalen Brigaden, Flüchtlinge, französische Widerstandskämpfer, Zigeuner, Juden aus Baden und der Pfalz (die von den Nazis verschleppt und von Petain hier untergebracht worden waren – und von denen dann 3900 in die Vernichtungslager geschickt wurden). Klick für Infos!

Schreibe einen Kommentar


Bitte löse die kleine Rechenaufgabe, damit die Software erkennt, dass Du ein Mensch bist und keine Maschine: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.